Fortsetzung der Zusammenarbeit von Smithsonian Institution und SPK im Bereich Provenienzforschung
News vom 20.02.2025
Das zur Smithsonian Institution gehörende National Museum of Asian Art (NMAA) in Washington D.C. und das Museum für Asiatische Kunst sowie das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin der SPK bauen ihre Zusammenarbeit bei der Provenienzforschung zu asiatischer Kunst aus.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK, und Chase F. Robinson, Direktor des NMAA, haben Anfang Januar ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet. Dabei steht nun der Aufbau dauerhafter Strukturen zum Teilen von Wissen im Fokus, nachdem sich in den letzten Jahren Experten im Bereich der Provenienzforschung zu asiatischer Kunst weltweit vernetzten.
Seit 2020 erreichte die Partnerschaft mit ihrer Webinar-Reihe „Hidden Networks: The Trade of Asian Art“ über 2.000 Interessierte aus fünf Kontinenten. Das Symposium „Provenance of Asian Art: A Collaborative Workshop and Symposium“ brachte 2023 mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 40 Institutionen und 17 Ländern zusammen. Dieses globale Netzwerk soll nun durch Schaffung dauerhafter Austauschstrukturen weiter gestärkt werden. Dafür sind eine neue Webinar-Reihe zum Thema „Unpacking Provenance“, ein Symposium zum Thema „Sharing“ und die Durchführung einer Studie für die Schaffung einer digitalen Austauschplattform geplant. Im ersten Webinar der sechsteiligen Reihe wird sich am 22. Januar 2025 eine Gruppe von vier Expertinnen und Experten einer chinesischen Porzellanschale aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst der Staatliche Museen zu Berlin widmen.
Bei dem dreitägigen internationalen Symposium sollen im Herbst 2026 Wissenschaftler, Kuratoren und Archivare in Berlin zusammenkommen, um Materialien auszutauschen, Forschungsergebnisse zu teilen und Kooperationsnetzwerke zu stärken. Das Thema „Sharing“ steht dabei im Zentrum. Diesen Ansatz verfolgt auch der dritte Aspekt der Kooperation, die Evaluation der Möglichkeiten zur Entwicklung einer mehrsprachigen digitalen Plattform für die Provenienzforschung. Ein solches Instrument würde den Zugang zu verstreutem Archivmaterial vereinfachen und die Effizienz von Provenienzstudien erhöhen. Die Ergebnisse werden in einem White Paper veröffentlicht.
Zur Webinar-Reihe:
In der Reihe „Unpacking Provenance: Retracing the Histories of Asian Art“ diskutieren Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen jeweils anhand eines Objektes innovative, strategische und kooperative Ansätze der Provenienzforschung. Die Reihe erklärt den Forschungsprozess und fördert Innovation und strategisches Denken auf dem Gebiet der Provenienzforschung. Die Aufzeichnungen werden im Anschluss auf den Websites der beteiligten Einrichtungen verfügbar gemacht. Das nächste Webinar in der Reihe findet Mitte Juli 2025 statt.